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Abstract

Chronische Herzinsuffizienz: mehr als reines Pumpversagen
Chronic heart failure

Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Multisystemerkrankung, deren Pravalenz und Inzidenz in den letzten Jahren weiter zugenommen haben.Trotz groser Fortschritte in der Therapie, ist die Prognose der betroffenen Patienten weiterhin sehr schlecht. Metabolische und inflammatorische Prozesse bestimmen das Fortschreiten der Erkrankung, sodass das fruher gultige Konzept des reinen Pumpversagens verlassen wurde. Inflammatorische Zytokine wie Tumornekrosefaktor-?¿ unterhalten das linksventrikulare Remodelling und verstarken die endotheliale Dysfunktion und Insulinresistenz, storen aber auch die Hamoglobinsynthese. Anamien sind in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus systematischer Untersuchungen bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz geruckt. Dies gilt in gleichem Mase fur die Rolle der Statine. Dieser Artikel diskutiert epidemiologische Daten zur chronischen Herzinsuffizienz, ihre Einteilung und Prognose sowie aktuelle Therapiestudien. Hierzu gehoren insbesondere antiinflammatorische Konzepte, aber auch Studien zur Anamie, die erste grosangelegte Studie zur Rolle der Statine in der Herzinsuffizienz sowie metabolische Aspekte wie Hyperurikamie, Insulinresistenz, katabole/anabole Imbalance und kardiale Kachexie.

Stephan von Haehling
Medizinische Klinik m. S.Kardiologie,Angewandte Kachexieforschung,
Charité - Universitätsmedizin Berlin,Campus Virchow-Klinikum,Berlin
Department of Clinical Cardiology,National Heart & Lung Institute,
Imperial College, London, England

Reviewer: P. Christian Schulze,New York,USA
und Cord Manhenke, Stavanger, Norwegen

CME Innere Med 2008;1(1):36-57