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Abstract

Primärer Hyperaldosteronismus
Primary aldosteronism

Der primäre Hyperaldosteronismus gilt inzwischen als häufige Ursache einer arteriellen Hypertonie, von der etwa ein Zehntel der Hypertoniker betroffen ist. Die Prävalenz der Erkrankung steigt mit der Schwere der Hypertonie. Neuere klinische Studien deuten auf eine höhere Komorbiditätsrate bei betroffenen Patienten im Vergleich zu essenziellen Hypertonikern hin. Liegt bei einem Patienten mit arterieller Hypertonie eines der folgenden Merkmale vor, sollte ein Screening für primären Hyperaldosteronismus erfolgen: Hypokaliämie, Therapie-refraktäre Hypertonie, positive Familienanamnese für primären Hyperaldosteronismus, Inzidentalom der Nebenniere. Zum Screening wird die Aldosteron/Renin- Ratio (ARR) eingesetzt. Die hierzu publizierten Grenzwerte sind abhängig von den verwendeten Hormonassays, Messeinheiten und der zugrunde liegenden Patientenkohorte (20—50 ng/dl:ng/ml/h). Einige Antihypertensiva, insbesondere Einige Antihypertensiva, insbesondere Mineralokortikoid-Antagonisten und β-Blocker, beeinflussen das Ergebnis der Aldosteron/Renin-Ratio und müssen zuvor pausiertwerden.Sind sowohl die Aldosteron/ Renin-Ratio als auch die Aldosteronkonzentration bei einem Patienten erhöht, ist weitere Diagnostik zum Nachweis eines Mineralokortikoid-Exzesses notwendig.Hierzu wird meist der Kochsalzbelastungstest verwendet. Bei gesicherter Diagnose eines primären Hyperaldosteronismus erfolgen Bildgebung (CT/MRT) und Katheterisierung der Nebennierenvenen zur Diagnostik des zugrunde liegenden Subtyps: Etwa zwei Drittel der Krankheitsfälle beruhen auf einer bilateralen Nebennierenhyperplasie, ein Drittel ist auf ein Aldosteron-produzierendes Adenom zurückzuführen. Patienten mit bilateraler Nebennierenhyperplasie werden mit Mineralokortikoid-Antagonisten behandelt (Spironolacton 25—50 mg/Tag).Therapie der Wahl des Aldosteron- produzierenden Adenoms ist die laparoskopische Adrenalektomie.

Schirpenbach C. Primärer... CME Inn Med 2009;2(1):2-16 publiziert 30.04.09 www.akademos.de/inn ©akademos Wissenschaftsverlag 2009 ISSN 1614-8541